Meine Sammlung  

 

viele der Bilder meiner Seite sind entstanden, als sich Gelegenheit dafür ergab - oft sieht man ihnen das auch an, irgendwo im Keller, in der Werkstatt oder auch mal draußen. Selten werden sie dann richtig gut, jedoch investiere ich meine Zeit lieber in die Geräte, als in Perspektive, Beleuchtung und Hintergrund. Trotzdem möchte ich Ihnen dies nicht vorenthalten, und so werden die Rubriken  "Bilder" und vor allem "restaurierte Geräte" ständig erweitert  

 

Viele meiner Geräte sind noch unrestauriert, etliche sind ausgelagert, da einfach der Platz fehlt. Bei den alten Radios (dies gilt aber auch für alle anderen Geräte) ist es wie mit alten Autos - stehen sie jahrelang ungenutzt in der Ecke oder im Keller - dann gehen sie zwangsläufig kaputt, da nützt es nichts, dass sie vorher einwandfrei funktionierten.

 

Fast alles ist nach einer technischen Überholung wieder alltagstauglich - und sollte auch regelmäßig so eingesetzt werden, wenigstens für ein paar Stunden in der Woche. Wer sich Gedanken über Verschleiß, besonders bei Röhrengeräten, macht, den kann ich beruhigen: in vielen Radios sind noch die ersten Röhren verbaut, aus den 50er und 60er Jahren, außerdem gibt es noch für fast alle Typen Ersatz.

 

Ausnahmen von dieser "Regel" sind besonders die alten magischen Augen, leider ist die Lebensdauer viel geringer als bei den anderen Röhren, und deshalb sind sie meistens nur noch im Dunkeln zu erkennen. Oft gibt es aber auch hier Abhilfe, etliche Typen sind noch verfügbar, andere können angepasst werden. Durch einfache Schaltungsanpassung kann das Leben der neuen Anzeigeröhre z.B. durch einen Schalter an der Rückwand, auf Wunsch erheblich verlängert werden.

 

Für Radios aus den 30er- und 40er Jahren gibt es oft die Möglichkeit, die inzwischen seltenen und schwer beschaffbaren Originalröhren durch Ersatztypen zu ersetzen. Dies geschieht über einen Adaptersockel, am Gerät muss nichts verändert werden, lediglich die Optik "im Gerät" ist nicht mehr original. Dies ist aber im Handumdrehen wieder rückgängig zu Machen, das Radio ist aber voll spielbereit.  

 

Im und nach dem 2. Weltkrieg wurde das regelmäßig getan, nicht um die Röhren zu schonen, sondern um überhaupt irgendwie wieder Radio hören zu können. Die Idee ist also gar nicht neu, es gibt sogar einschlägige Fachliteratur zu diesem Thema.

 

Manchmal bekomme ich Geräte, die sich kaum oder gar nicht lohnen, restauriert zu werden. Starke Beschädigungen, fehlende Teile, Wasserschäden oder Holzwurm machen eine Reparatur fast unmöglich. Trotzdem freue ich mich auch über diese Teileträger, denn viele Ersatzteile gibt es nur noch aus Altbestand, besonders Gehäuseteile, wie Knöpfe, Tasten, Rückwände oder Zierleisten. Nicht selten besteht aber die Chance, aus zwei schlechten Geräten wieder ein sehr gutes zu machen - dies ist auch eine Art von Recycling und sicher sinnvoller, als alle paar Jahre etwas Neues zu kaufen. Viele meiner reparierten Radios laufen seit 10, 15 Jahren einwandfrei im Alltagsbetrieb. Über Teileträger freue ich mich genauso wie über Reparaturaufträge - gerne können Sie mich zu diesem Thema ansprechen oder anschreiben !  

Gerätesammlung Teil 1

1  

        

        

 

Radio - Phono - TV - Kombination
Loewe Opta Trianon (1958) - Türen herausgenommen

        

            .        

    

 

Gerätesammlung Teil 2
WEGA 1140 - Siemens 92W (1939) - SABA 581WK (1940)
Geräte aus den 50er - 70er Jahren
Gerätesammlung Teil 3
Lorenz Super 200W - 1937
Lorenz Super 200W - 1937/38, noch unrestauriert
Lorenz 200W - Innenansicht
Lorenz 200W - Innenansicht mit Topfsockelröhren

 

für den Lorenz - Super suche ich eine gut erhaltene Frontscheibe. Bei diesem Gerät löst sich die Beschriftung der Scheibe, wahrscheinlich durch Einwirjung von Feuchtigkeit - die Schrift ist leider komplett verwischt und unlesbar- 

Blaupunkt K610A
Blaupunkt K610A Kofferradio von 1950 / 51

 

 

Ein nicht ganz alltägliches Radio: eine Blaupunkt "Nixe" K610A aus der Fertigungssaison 50/51. Es hat noch kein UKW, sondern nur Lang- Mittel- und Kurzwelle mit 6 Kreisen. Das Radio kann mit Batterien oder am Netz betrieben werden,

allerdings waren damals - wegen der Röhren - eine Heizbatterie und eine Anodenbatterie notwendig, die einen ordentlichen Teil des Gerätes ausgefüllt haben.

Batterien mit 90 Volt gibt es heute nicht mehr, aber man kann mit moderner Elektronik etwas "basteln", was die Anodenbatterie ersetzt. Da das Radio jedoch auch für Netzbetrieb ausgerüstet ist, soll vorerst darauf verzichtet werden. 

 

Blaupunkt "Nixe" - ausgeschaltet
Blaupunkt "Nixe" - ausgeschaltet
Hinweise im Kofferdeckel
Hinweise im Kofferdeckel

 

Die "Nixe" hat spezielle Batterieröhren, die auf niedrigen Stromverbrauch und geringere Spannungen ausgelegt waren. Hier sind die Röhren DK40, 2x DF91, DAF91 und DL92 verbaut.

 

Blick ins Innere
Blick ins Innere

 

Im Jahr 1950 ging man wohl davon aus, dass der Benutzer sorgsam und überlegt mit dem Gerät umgeht, denn nach dem - leicht möglichen - Öffnen des Deckels kann man bei eingestecktem Stecker netzspannungsführende Teile berühren !   

Davor sei ausdrücklich gewarnt, heutige Geräte müssen "idiotensicher" gebaut sein - damals war das nicht immer so.... - was vielleicht auch an den Menschen lag... 

Schaub Camping 9047 - 1954
Schaub Camping 9047 - 1954

 

Dieses Kofferradio ist von Schaub, ein Camping 9047 aus der Saison 1954/55. Baugleich wurde er auch als Lorenz Touring verkauft, etwas später hießen die Geräte dann alle einheitlich Schaub-Lorenz. Auch dieses Radio ist für Batteriebetrieb und Netzversorgung geeignet, die Röhren sind schon etwas moderner als beim  Blaupunkt oben, die Bestückung ist DC90, 4xDF96, DK96, DAF96 und DL94.

Der Schaub Camping verfügt bereits über einen UKW-Bereich, außerdem über eine Spartaste, um die Batterielebensdauer zu erhöhen. Die Ausgangsleistung von nur etwa 300mW wird hierdurch nochmals verringert, reicht aber für gute Zimmerlautstärke trotzdem völlig aus !  Auf dem ersten Bild ist der Schaub noch im Originalzustand, völlig ohne Funktion. Weitere Bilder folgen 

Lorenz DKE 38
Lorenz DKE 38

 

Dieser deutsche Kleinempfänger stammt vermutlich aus dem Jahr 1943, er ist ein Einfachstgerät - ein Einkreiser mit nur der nötigsten Ausstattung. Ursprünglich war er in schrecklichem Zustand - jetzt sieht er ganz ordentlich aus. Der Bespannstoff wurde irgendwann mal von einem Vorbesitzer erneuert.  

Dieses Gerät wurde von der Conrad Lorenz AG hergestellt und enthält zwei Röhren - eine VY2 als Gleichrichter und eine VCL11 für den ganzen Rest. 

Loewe Opta Rheingold
Loewe Opta Rheingold

 

DIeser Loewe Opta Rheingold 3751W stammt aus dem Jahr 1950 und ist mit vier Rimlockröhren sowie einer EFM11 bestückt. Auch wenn er schon eine Skala mit UKW-Einteilung hat, fehlt ihm leider dieser Bereich - damals gab es das Gerät wahlweise mit oder ohne UKW. 

Telefunken Opus 52
Telefunken Opus 52

 

Ein sehr schönes Gerät und eines der ersten Radios mit Tasten - diese sind hier noch dunkel ausgeführt - der Telefunken Opus 52W von 1951/52.

Er besitzt noch sechs Stahlröhren, zusätzlich eine Novalröhre EF85 und eine Rimlockröhre ECH42, welche hauptsächlich dem UKW-Teil auf die Sprünge helfen. 

Grundig Locarno
Grundig Locarno

 

Der Grundig Locarno ist ein kleines Truhengerät mit Plattenwechsler von Philips im Bauch. Hergestellt 1963 / 64 ist das Gerät schon stereotauglich - im Grundausbau zur Wiedergabe von Stereoschallplatten und - wenn angeschlossen - Stereotonbändern. UKW - Stereoempfang gab es zum Nachrüsten in Form eines Grundig Stereodecoders 4 oder 5. 

SABA Meersburg automatic 8
SABA Meersburg automatic 8

 

Der SABA Meersburg Automatic 8 aus der Saison 1957/58 enthält viel Technik, die erst auf den zweiten Blick zu erkennen ist. Diesem tollen Radio in Bestzustand wurden ein motorisch angetriebener Sendersuchlauf mit automatischer Scharfabstimmung, beleuchtete Tasten und vier Lautsprecher mit auf den Weg gegeben. Dafür ist das Innenleben auch etwa doppelt so umfangreich wie bei einem Gerät ohne diese Automatik. 

Grundig KS560
Grundig KS560
Plattenspieler - hergestellt von Philips
Plattenspieler - hergestellt von Philips
KS560 Stereo-Steuergerät
KS560 Stereo-Steuergerät

 

Dieser Grundig Konzertschrank KS560 von 1964 - 65 ist ein Spitzengerät aus dieser Zeit, was sich vorallem klanglich bemerkbar macht. Bei diesem Gerät ist der UKW-Stereodecoder schon mit  "an Bord", zwei Gegentaktendstufen liefern ausreichend Leistung. Das Gerät ist komplett von oben bedienbar, der Plattenwechsler wurde von Philips für Grundig hergestellt. Rechts im Gerät ist noch Platz für ein Mono- oder Stereotonbandgerät, z.B. ein TK42 sollte hier passen.

Dieser Konzertschrank hat schon ein ausgefülles Leben hinter sich und deshalb einige Gebrauchsspuren - trotzdem wird er bald mal restauriert.... 

 

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